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PHÖNIX : SCHAM
Zu schämen für das eigne Sein, für
Häute, Hoffnungen und Träume,
geifernde Peitsche, zuckend, blutbelehrt, noch peinlich von
ihr zehrend,
geduckt in Schwären, sabbernd im Opfer saugender
Geissler Säume
und ihre schmerzgeschwärzten Götter
stossendstammelnd,
nackt und roh begehrend.
Schamlos errötend erstes, letztes Licht,
gewesne Grenzen, sich zu Schwingen wandelnd:
Antlitz im Zwillingslicht und vorgeborenes Gesicht;
ohne Gewissen und Erinnern handelnd.
Wenn Du die Scham suchst,
dann:
die ungebrannten Federn,
die ungeschwungnen Tiefen,
die noch kaum gestürzten Höhn,
die in frühren Räumen aufgesparten Spiegel,
die vergessnen Regeln,
die versehentlichen Siege abgelebter Sucht,
das Denken, das sich selber zeugen will ,
gebärendes Erinnern -
um
es zu bergen in der Glut:
schuldlos.
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