SKIZZEN FÜR PHÖNIX


PHÖNIX : BRAND

Zu brennen, was gefürchtet fremd, zuckend in erhitzter Flucht
dumpfe Glut, nistend auf der Schädelstätte ihrer Sucht.
Modernd halbes Leben sich vor roten Totems beugt,
gärend vertraut geronn'ne Gifte hordend wiederzeugt.

Zu brennen, was sich formend findet,
das Zeitenschwere in das Jählichschwebende,
das Schwarzerstarrte in das Flirrendlebende,
das Lösende in Ungeahntes, das sich wandelnd bindet.

Wenn Du so brennst,
glühend, glühend in dem Punkt ohne Mass:
dann
nicht, um Zeiten zu zerfressen,
nicht, um Erstarrtes zu zerstören,
nicht, um Höhlen zu erwärmen,
nicht, um Gewachsenes zu gären,
nicht, um die Schatten fernzuhalten:
Du gibst die Hitze Deines Herzens wieder frei,
so,
dass es, weit und leicht,
schwebend die andren Sterne
- schwingend im gleichen Licht -
erkennend fasst.